Projekte

Das aktuelle Portfolio hier zum Download

Portfolio_2016

 

Kurztexte und Bildergalerie zu ausgewählten Projekten

Die ideale Schwere (Zwei-Raum-Installation und Performance, Zusammenarbeit mit Laura Fröhlich und Lili Weyrich, AKKU Künstlerbund Stuttgart, 2016)

Auf ständige Selbstoptimierung getrimmt betreiben wir Raubbau am eigenen Geist und Körper: Termine für Yoga, Mediation, und Entspannungstherapie füllen unsere Freizeit. Geplante Entspannung zur Effizienzsteigerung im Beruf. Terminierte Sinnsuche als Burn-Out-Vorsorge. Ein Hoch auf den Entschleunigungstrend im Neoliberalismus! 

Die Performance „Marmortherapie. Die ideale Schwere.“ spiegelt dieses Paradoxon: Dem Wellness-Trend folgend wird durch die Marmortherapie Entspannung für Körper und Geist versprochen, gleichzeitig reflektiert die Arbeit Selbsterfahrung als steuerbares und von Außen implementierbares Verkaufskonzept.

Im ersten Raum befindet sich ein Anmeldetresen an dem die BesucherInnen mit der Empfangsdame einen Termin zur Therapie vereinbaren können. Der Raum ist ein Wartezimmer: Ungeduldige Antizipation und erzwungene Langeweile bestimmen die Atmosphäre. Daran anschließend gibt es einen Therapieraum, in den man durch zwei Therapeutinnen begleitet wird. Dieser Raum bietet Bühne für eine individuelle Erfahrung synästhetischer Art. 

So viel darf verraten werden:Die heilende und entspannende Kraft des Marmors wird spürbar sein. 

Begeben Sie sich also in die vertrauensvollen Hände unseres Personals und geben Sie sich der idealen Schwere hin.

/// We take care of you.
You feel the wellness.
Wellness starts with aesthetics.

/// Performance: 15. und 16.12.2016, 19-21:00 Uhr


 

Drawing down the moon (Video-Installation und Performance, Kunstverein Essenheim, 2014)

Das Video zeigt zwei Frauen in bodenlanger Sektengewandung, die gleichzeitig die „Botschaft der Erlösung“ vortragen und eine kompletten Käsekuchen verspeisen. Die vorgetragene Botschaft scheint ihnen durch eine höhere Macht (Mond) eingetrichtert und wird tranceartig rezitiert, wobei sich Kuchenkrümel und Kaugeräusche mit den heiligen Worten vermischen. Die peinliche Ernsthaftigkeit der Arbeit entwickeln eine ungewohnte Anziehungskraft. Pünktlich zum Vollmondaufgang wird die Videoarbeit durch ein real durchgeführtes Ritual der beiden Künstlerinnen für alle anwesenden Besucher körperlich erfahrbar: Unterstützt von choralem Gesang und dem rhythmisierten Mantra der beiden Künstlerinnen, verspeisen 12 Auserwählte Paare 12 Käsekuchen auf einer langen Tafel. Die Löffel werden zum richtigen Zeitpunkt weiter- und abgegeben. Ein tickendes Metronom unterstreicht die quälend lange Zeit der Nahrungsaufnahme bis alle 12 Kuchen restlos aufgegessen sind.

Antizyklisches Verhalten (Sound-Performance, Rundgang Kunsthochschule Mainz, 2015)

Die Performance verarbeitet die Themen Gender und Popkultur. Eine poetische Herangehensweise mit dem männlichen Blick und seiner Konstruktion von Geschlecht umzugehen. Ganz im Sinne des Anspruchs eines Gesamtkunstwerks gibt es eine Zusammenführung von Musik, Text und Bewegung: Ein Fest der Ambivalenz.

Kurzer filmischer Einblick hier: Video

Poeten (Video-Installation, Rathausgalerie der Stadt Mainz, 2015)

Über das Land der Dichter und Denker. Über Frauen und ihr Verhältnis zur Poesie. Über das Unterrepräsentiert sein und sich unter falschem Namen in die Gesellschaft einschleichen. Über das Instrumentalisieren von Männern. Über die Macht der Frauen im Hintergrund. Über das Abstellen kreativer Ergüsse im Regal. Über die Peinlichkeit von Pathetik und die Angst davor.

Zwei Paar Schuhe (Sound-Installation, ruelle e.V. Mainz, 2015)

Eine Plattform und ein Musikset als Grundlage für zwei Menschen in Interaktion. Auf der Plattform befinden sich zwei paar Lederstiefeletten im Spotlight. Sobald diese betreten werden, wird die Musik, die zuvor im Hintergrund waberte, laut und fordert zur Tanzbewegung auf. Gleichzeitig sind die Schuhe aber starr fixiert. Eine Arbeit, die die Arbeitsweise der Künstlerinnen beschreibt. Zur Eröffnung gab es auch eine Bardame und einen Drink vor Ort.

 

Vibesbilder für Martha (Video, ruelle e.V. Mainz 2015)

Diese Videoarbeit zitiert Martha Wilsons „A portfolio of models„. Es verhandelt Geschlechterklischees und Rollenvorstellungen und verwandelt den kritischen Blick der 70er Jahre in eine zeitgemäße Reflektion darüber.

 

Welcome to the Wrong Shop! (Performance, Begehungen Chemnitz, 2015)

Eine Performance von PassBeyeCandy feat. Sophie Utikal für das Begehungen Festival in Chemnitz. Die Künstlerinnen haben zusammen eine Parallelgesellschaft entwickelt, in der Kommunikation zur Währung wird. Eine Währung, die wir alle in uns tragen und die uns unseren Wunschvorstellungen näher bringen kann.

 

 

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